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Notruf per Handy: das ändert sich ab 1. Juli!

30.06.2009 Ab morgen, 1. Juli, sind laut der aktuellen Notrufverordnung des Bundeswirtschaftsministeriums Notrufe per Handy nur noch möglich, wenn eine freigeschaltete SIM-Karte im Gerät eingelegt ist. In der Vergangenheit konnten im Notfall auch mit einem Handy ohne SIM-Karte Rettungsdienste sowie die Polizei erreicht werden. Besonders Prepaid-Kunden, die ihr Handy selten verwenden, sollten deshalb ab spätestens Mittwoch regelmäßig prüfen, ob ihre SIM-Karte weiterhin betriebsbereit ist. "Unabhängig vom Guthaben sollten Prepaid-Kunden ihre Karte regelmäßig in denen vom Anbieter vorgegebenen Intervallen, meist alle 6 bis 12 Monate, aufladen, um so einer eventuellen Abschaltung vorzubeugen. Inhaber von Handyverträgen haben hingegen während der Vertragslaufzeit nichts zu befürchten, auch bei Nicht-Verwendung des Handys bleibt ihre SIM-Karte aktiv", erklärt Markus Weidner vom Onlinemagazin teltarif.de.

Der Grund für die Neuerung der Notrufverordnung ist die hohe Anzahl an Missbräuchen der Rufnummer 112. Nach eigenen Angaben registrierten die Notruf-Abfragestellen unter allen eingehenden Anrufen teilweise über 80 % der sogenannten Spaßanrufe. Da nicht über eine SIM-Karte telefoniert wurde, konnten die Anrufe nicht zurückverfolgt werden. Für die Zukunft erhoffen sich die Notrufzentralen einen deutlichen Rückgang der Spaßanrufe, da nun die Inhaber der Mobilfunk-Anschlüsse ausfindig gemacht werden können. Sollte das eigene Mobilfunknetz einmal nicht verfügbar sein, muss man sich auch zukünftig keine Sorgen machen. Ein Notruf kann auch nach der Neuerung über ein Fremdnetz erfolgen.


[Quelle: teltarif.de Onlineverlag]

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